Bürgermeisterkandidatin Antje Runge warnt vor Stellenabbau in Oberursel bei Rolls-Royce

Bürgermeisterkandidatin Antje Runge warnt vor Stellenabbau in Oberursel bei Rolls-Royce

Rolls-Royce sieht eine Streichung von einem Viertel der Stellen in Oberursel vor. Dieser Abbau von Arbeitsplätzen wäre eine Katastrophe für die Menschen und die Zukunft des hiesigen Standortes. Die Oberurseler Bürgermeisterkandidatin der SPD, Antje Runge, weist auf die lokale Bedeutung von Rolls Royce hin: „Rolls-Royce ist seit 1892 in Oberursel angesiedelt und hat sich als anerkannter Produktionsstandort etabliert. Damit ist Oberursel auf der einen Seite eine Stadt des produzierenden Gewerbes, auf der anderen Seite siedeln sich viele moderne Dienstleistungsunternehmen in unserer Stadt an. Beides ist charakteristisch für Oberursel und macht unsere Stadt zukunftsfähig. Wenn von rund 1.000 Mitarbeitern vor Ort 250 Stellen auf Grund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Luftfahrt wegfallen, trifft das die Betroffenen und ihre Familien hart. Leiharbeitnehmer mitgerechnet, geht es sogar um 300 Stellen.“
Dazu weist sie auf verschiedene Möglichkeiten hin: „Ein Instrument zum Erhalt der Arbeitsplätze ist eine tarifliche Absenkung der Arbeitszeit im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern. Weiterhin ist die Politik gefordert, Lösungen für die Luftfahrtindustrie zu suchen. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) prüft, dass Kurzarbeit für besonders betroffene Branchen weiter verlängert wird. Auch müssen mögliche Hilfen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes und dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds einbezogen werden.“
Runge hat dabei besonders die Zukunft im Blick: „Es geht darum, jetzt mit Augenmaß zu handeln und zur Krisenüberbrückung die Kurzarbeit auf 24 Monate zu verlängern. Ziel muss sein, die Mehrzahl der Arbeitsplätze über die mehrjährige Phase der Konsolidierung zu erhalten. Wenn die Luftfahrtindustrie wieder anzieht, braucht das Unternehmen Fachkräfte für den Neustart. Die Zukunft liegt in innovativen und kraftstoffsparenden Antrieben und nur mit qualifiziertem Personal kann Rolls-Royce diese Weiterentwicklung realisieren.“