Lebendiger Dialog zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt  

Antje Runges Woche als Bürgermeisterkandidatin für Oberursel mit Fahrrad

Viele Impulse der Bürgerinnen und Bürger – Standort des Wochenmarktes nicht losgelöst von Gesamtkonzeption.

Am Samstag (15.08.) hatte ich am Rande des Wochenmarktes unter dem Motto „Antje Runge ansprechBAR“ erstmals zum Bürgerdialog eingeladen. Zentrales Thema dabei waren der Standort des Oberurseler Wochenmarktes und die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt durch eine konzeptionelle Betrachtung und Entwicklung der beiden bisher wechselweise genutzten Standorte auf dem historischen Marktplatz und dem Epinayplatz.

„Mich hat beeindruckt, wie vielfältig, aber auch wie konkret, die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger waren. Viele hoben zwar die Vorteile eines Verbrauchermarktes auf dem Epinayplatz hervor, sprachen sich aber gleichzeitig für eine dauerhafte Belebung des historischen Marktplatzes und damit verbunden für die Entwicklung einer Gesamtkonzeption mit ergebnisoffener Bewertung der beiden bisherigen Standorte und neuer Vorschläge dazu aus“, so mein Fazit nach dem rund dreistündigen Bürgerdialog.

Von einer „Naschmarktatmosphäre“ auf dem historischen Marktplatz mit fair gehandelten, internationalen Waren oder Waren „Made in Oberursel“, hochwertigen Bioprodukten, kleineren gastronomischen Angeboten von Vereinen, Privatinitiativen oder Oberurseler Caterern, einem Eisstand in den Sommermonaten und Glühwein im Winter über die Installation moderner, jederzeit auf- und abbaubarer Sitzmöbel, urbanen Hochbeeten bis hin zu Kleinkunstangeboten oder musikalischer Umrahmung war viel Kreatives dabei. Andere Stimmen wiederum sprachen sich für eine Rückverlagerung des Verbrauchermarktes und eine alternative Belebung des Epinayplatzes.

Nachvollziehbar war zudem für viele Bürgerinnen und Bürger auch der Wunsch der Gewerbetreibenden, die Innenstadt nicht einseitig zu beleben. Daher wurde die Idee eines „Runden Tisches“ aller Beteiligten zur ergebnisoffenen Entscheidungsfindung beim Bürgerdialog am Samstag mehrheitlich begrüßt.

„Für mich hat die Diskussion gezeigt, dass keine Schnellschüsse angesagt sind, die den einen oder anderen Standort zementieren, sondern die Erarbeitung eines tragfähigen, nachhaltigen Konzeptes. Eine Gesamtbewertung clustert die bisherigen Vorschläge, nimmt weitere Impulse der Einzelhändler, Gastronomen, Marktbeschicker und Anwohner auf und beurteilt danach die Umsetzbarkeit verschiedener Szenarien“. Der Antrag der GRÜNEN zielt nach meiner Ansicht zwar in dieselbe Richtung und übernehme viele meiner bereits öffentlich geäußerten Vorschläge. Ein Teilkonzept zu beschließen und sich danach Gedanken zu machen, wie es mit dem anderen Standort weitergeht, so der Vorschlag der GRÜNEN, ist jedoch nicht wirtschaftlich gedacht. Gleichwohl müsse in der Zwischenzeit politisch alles unternommen werden, um den Gewerbetreibenden gerade während der Corona-Pandemie unter die Arme zu greifen.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD Wolfgang Burchard bekräftigt die Forderung der Bürgermeisterkandidatin: „Der Standort des Wochenmarktes wurde immer wieder in der Stadtverordnetenversammlung und den städtischen Gremien diskutiert. Fakt ist, den Stein des Weisen haben wir alle gemeinsam bisher nicht gefunden. Ich bin daher überzeugt, dass die unmittelbare Einbeziehung aller Betroffenen, das Generieren von Ideen unterschiedlichster Generationen, das gemeinsame Ringen um die besten und zukunftsträchtigen Lösungen genau das ist, was wir jetzt brauchen. Es ist Zeit für den Mut zu neuen Ideen.“