Im Dialog mit der Wirtschaft – Außengastronomie in Oberursel

Antje Runge im Krisengespräch mit Gastronomie

Am vergangenen Samstag (22.08.) hatte Antje Runge, Bürgermeisterkandidatin der SPD, erneut zu einem öffentlichen Dialog eingeladen, diesmal im Rahmen einer Fahrradtour. Zentrales Thema dabei war die Außengastronomie in Oberursel. Auf der insgesamt dreistündigen Tour mit lockerem Ausklang wurden verschiedene Standorte angesteuert und dort vor Ort mit den jeweiligen Betreibern über die aktuelle Situation gesprochen. Die Tour führte vom wohl bekanntesten Imbiss-Standort Oberursels, „Fritten-Toni“ an der Homburger Landstraße über die gastronomischen Einrichtungen am Bahnhof mit der Lounge Oberursel und Soylu Esspress sowie der historischen Gaststätte „Zum Hirsch“ am Markplatz bis zum Sommergarten am Urselbach, wo auch über die besondere Situation der Schausteller gesprochen wurde.

„Mir war es wichtig, verschiedene Standorte mit völlig unterschiedlichen gastronomischen Konzepten zu besuchen und dort vor Ort direkt mit den Betreibern ins Gespräch zu kommen. So konnte ich aus erster Hand erfahren, welche Sorgen die Wirte mit Blick auf den kommenden Herbst bei aktuell wieder ansteigenden Corona-Zahlen haben, aber auch welche Ideen bestehen, den Gästen auch künftig ein sicheres gastronomisches Erlebnis zu ermöglichen“, so Antje Runge rückblickend.

Während die Gastronomen, die vorrangig vom schnellen „To Go“-Geschäft leben, den hohen Anteil von Beschäftigten im Homeoffice in den vergangenen Monaten und auch jetzt noch deutlich spüren, wünschen sich andere eine stärkere Einbeziehung auch des Bahnhofsvorplatzes, wenn es um die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt geht. Der Platz könnte wunderbar bei Festen oder dem Flohmarkt einbezogen werden, anstatt vor den Schienen zu enden. Am historischen Markt wiederum wurde eine Prüfung gewünscht, wie eine sinnvolle Verkehrsberuhigung rund um den historischen Marktplatz aussehen könnte. Dabei wurden auch ein Leitsystem für den Parkplatzsuchverkehr und mehr Abstellplätze für Fahrräder genannt. Einig waren sich alle darüber, dass viele Gäste nach wie vor Corona-bedingt verunsichert sind. Hier könnten ein von der Stadt erteiltes Gütesiegel für das Einhalten aller Auflagen sowie regelmäßige Kontrollen Vertrauen schaffen.

Für die Wintermonate gibt es in verschiedenen Gastronomiebetrieben den Ansatz, Außenbereiche ggf. temporär durch Zelte zu überdachen. Dazu wären eine schnelle Prüfung und Genehmigung durch das Ordnungsamt erforderlich.

„Alle unterstützen in den Gesprächen zudem mit großer Begeisterung meinen Vorschlag, auch in diesem Jahr den Weihnachtsmarkt in Oberursel durchzuführen und über die Adenauerallee bis zum Bahnhof auszuweiten.“, so Antje Runge weiter. Sie ist überzeugt davon, dass perspektivisch auch Flanieren in Oberursel mehr Spaß machen könne, wenn es gelingt, nicht jeden Platz für sich allein zu begreifen und isoliert bei einer Weiterentwicklung zu betrachten, sondern Plätze miteinander so zu verbinden, dass die Innenstadt als Ganzes zum Flanieren einlädt und erlebbar werde.