Zahlreiche Besucher flanierten beim Altstadt-Hofflohmarkt bei besonderen Auflagen entspannt durch die Gassen

Antje Runge hilft und organisiert beim Altstadt-Hofflohmarkt in Oberursel

Der Hofflohmarkt in Oberursels Altstadtgassen hat in diesem Jahr coronabedingt unter besonderen Umständen stattgefunden und deshalb möchte ich mich als Organisatorin herzlich bedanken. In Kooperation mit der Stadtverwaltung Oberursel ist es gelungen, ein Hygienekonzept aufzustellen, was die Gesundheit in den Mittelpunkt stellt und dennoch unter Zuspruch des Kreis-Gesundheitsamtes die Durchführung der mittlerweile traditionellen Veranstaltung ermöglicht hat. Der Flohmarkt hat zahlreiche Besucher angelockt und war in seiner vierten Auflage in diesem Jahr als eine der wenigen stattfindenden Veranstaltungen in der Region  einzigartig. 98 Hofbetreiber, so viele Anwohner wie noch nie, haben beim Flohmarkt von „Bürgern für Bürger“ mitgemacht und darauf geachtet, wie viele Personen zugleich in ihrem Hof sind, dass Abstand gehalten wurde und darüber hinaus Desinfektionsmittel an jedem Hoftor zur Verfügung gestellt. Die Besucher sind entspannt durch die malerischen Gassen flaniert, haben verständnisvoll auch einmal gewartet, wenn in einem Hof bereits viele Personen waren, und Abstand zueinander gehalten. Die Vielzahl der Stände hat zu einer Entzerrung der Besucherströme geführt.

Die Stimmung beim Altstadt-Hofflohmarkt war großartig. Die Besucher waren sehr glücklich, dass nach langer Zeit wieder eine Veranstaltung stattfindet, bei der sie in ihrer Heimatstadt durch die Straßen bummeln und sich miteinander zu Oberurseler Themen austauschen können. Gerade in diesem Jahr  zeigte sich der soziale Charakter der Veranstaltung, der für ein großes nachbarschaftliches Miteinander steht. Zur Nachbarschaft gehören auch die Altstadt-Gastronomen wie die Straußenwirtschaft Alt-Orschel, die mit einer Flohmarkt-Oase zum leiblichen Wohl beitrugen. Angesprochen hatte ich auch die Kirchengemeinde St. Ursula, die der Einladung freudig nachkamen und mit ihrem Straßenkreuzer die Besucher mit Kaffee versorgten und darüber hinaus Live-Musik anboten. Der Oberurseler Ehrenbürger und Stadthistorisker Manfred Kopp lud an seinem Stand mit alten Büchern sowie Plänen zur Stadtgeschichte zum Gespräch ein.

So mancher Orscheler bat um eine Wiederholung im Frühling, wobei gerade der einmalige Termin am 1. Samstag im September zu dem besonderen Flair eines Privatflohmarkts mit viel Freude der Altstadtbewohner beiträgt. Vielleicht kann der Flohmarkt aber ein Modellprojekt für das ehrenamtliche Engagement in anderen Oberurseler Stadtteilen oder auch den Oberurseler Weihnachtsmarkt sein.