Zum Abschluss des Stadtradelns auf Tour mit Bürgermeisterkandidatin Antje Runge

Am vergangenen Samstag (19.09.) habe ich zum Abschluss des diesjährigen Aktionszeitraumes „Stadtradeln 2020“  als „Stadtradeln Star“ zu einer geführten Radtour durch alle Oberurseler Stadtteile eingeladen. Fast 40 Interessierte unterschiedlicher Generationen waren der Einladung zur rund 30 Kilometer langen Entdeckertour gefolgt. Alt-Oberurseler waren genauso dabei wie Neubürger, die ihre Heimatstadt kennenlernen wollten. Die Tour führte vom Bahnhof Oberursel in Richtung Norden, mit Zwischenhalten am Franzoseneck und den Mammutbäumen bis nach Oberstedten. Von dort aus ging es weiter über das Kunstobjekt am viel diskutierten Lindenbäumchen nach Bommersheim zur Wasserburg und zum Abschluss über Weißkirchen mit Besuch der Ruine der Johanneskirche. Der gemütliche Ausklang fand in Stierstadt im Gasthof „Zur Sonne“ statt.

„Ziel der Tour war es, gemeinsam mit Bürgern die einzelnen Stadtteile kompakt in kurzer Zeit zu besuchen, dabei die jeweiligen Besonderheiten im wahrsten Sinne des Wortes zu erfahren, Unterschiede zu erleben und Oberursel mit seinen vier Stadtteilen als Ganzes zu begreifen.“ „Die Bewohner identifizieren sich mit ihren Stadtteilen und der unterschiedliche Blick auf die Wohn- und Lebensqualität ist für eine zukunftsweisende Planung wichtig. Die Tour hat unterschiedliche Impulse zur Stadtentwicklung, zur Mobilität oder zur Kultur mit sich gebracht.“

Einmal mehr wurde die Notwendigkeit für die Schaffung dezentraler Treffpunkte deutlich. In Oberstedten ist dies mit dem ehrenamtlich betriebenen Kultur- und Begegnungszentrum „Alte Wache“ hervorragend und beispielgebend gelungen. Insbesondere beim Zwischenstopp dort sowie an der Ruine der Johanniskirche in Weißkirchen, zeigte sich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement in den einzelnen Stadtteilen sei. Solche Kulturinseln fördern genauso wie das Engagement der freiwilligen Feuerwehren oder Brauchtumsvereine die Identifikation mit dem jeweiligen Stadtteil, weil sie Menschen bei Veranstaltungen und bei ehrenamtlichen Tätigkeiten zusammenbringen. „Oberursel ist eine Stadt der Vereine, des ehrenamtlichen Engagements und des nachbarschaftlichen Miteinanders, beim Sport und in der Kultur. Mir ist wichtig, dass dies auch in Zukunft so bleibt.“

Kritisch gesehen wurde bei der Tour unter anderem, dass es zu wenig Orte für Jugendliche gibt, wo diese zwanglos zusammenkommen können, ohne dass die Anwohner gestört werden. Dies wurde insbesondere an der Wasserburg in Bommersheim und der kontroversen Diskussion dort deutlich. Für Jugendliche muss sich nach meiner Ansicht unabhängig vom Wahlkampf möglichst schnell etwas tun. Angebote sollten vor allem mit den Jugendlichen gemeinsam entwickelt werden, um Akzeptanz zu erfahren. Eine mobile Jugendarbeit könne beispielsweise durch einen rollenden Jugendtreff in verschiedenen Stadtteilen, in denen es aktuell wenig Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung von Jugendlichen gäbe, stattfinden. Mit einem Bus könnte das Team der Jugendarbeit eine Palette an Freizeitangeboten wie Kreativ-, Musik- und Sportangebote oder bequeme Sitzmöbel, für diejenigen, die nur „abhängen“ möchten, anbieten und dynamisch auf wechselnde Treffpunkte reagieren.

Fazit und Ausblick nach über drei Stunden Radtour und sich anschließendem Austausch bei Äppler, Bier oder Apfelsaft in Stierstadt: „Der intensive Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern ist immer wieder bereichernd, weil ich Impulse aufnehmen, Fragen beantworten, vor allem aber auch stellen kann. Diese Art des direkten Bürger-Austausches außerhalb des Rathauses würde es mit mir auch als Bürgermeisterin geben. Denn mein Wahlmotto MIT MIR REGIERT DAS WIR ist ein Versprechen für die Zukunft“.