Besuch des Alevitischen Gemeindezentrums

Bürgermeisterkandidatin Antje Runge besucht Alevitisches Gemeindezentrum in Oberursel

Bei einem Besuch im Kulturzentrum der Alevitischen Gemeinde Hochtaunus mit einem gemeinsamen Frühstück und Tee, habe ich mich über das Gemeindeleben informiert.

Die liberale Glaubensgemeinschaft setzt sich für Demokratie, Freiheit und Pluralität ein und spricht sich zugleich für die Gleichbehandlung aller Völker und Menschen aus. Auch Frauen und Männer gelten als gleichberechtigt. Die Alevitische Gemeinde Hochtaunus hat ihr Zentrum in Oberursel. Rund 150 Mitglieder treffen sich regelmäßig zu losen Gesprächsrunden, Festen und kulturellen Aktivitäten. Derzeit ist wie überall Corona die größte Herausforderung, da nicht nur Zusammenkünfte erschwert sind, sondern auch Einnahmen durch den Ausfall von Veranstaltungen für die Gemeindearbeit fehlen.

In Oberursel ist die Alevitische Gemeinde fest verwurzelt im Stadtleben, beispielsweise durch einen regelmäßigen Stand mit Kulinarischem beim Brunnenfest. Sie steht für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt und gelebte Vielfalt. Während die meisten Gemeindemitglieder seit Jahrzehnten in Oberursel zuhause sind, werden Neuankommende von der Gemeinschaft beim Ankommen und der Integration unterstützt. Interkulturelle und interreligiöse Begegnungen sind besonders wichtig.

Ich bin beeindruckt: „Die Aktivitäten der Alevitischen Gemeinde tragen zu Begegnungen bei, die ein Kennenlernen mit großer Wertschätzung und Offenheit ermöglichen. In Oberursel leben Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Religionen friedvoll und wertschätzend zusammen. Es ist wichtig, das zu erhalten und dass wir alle dazu eine klare Position beziehen.“

Bestärkt durch das Treffen und weitere Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern aus unterschiedlichsten Herkunftsländern möchte ich als Bürgermeisterin mehrsprachige Informationen und Antragsformulare auf der Webseite der Stadtverwaltung einführen. Das gilt insbesondere für den Sozialbereich, um beispielsweise eine einfache Anmeldung für den Kindergarten zu ermöglichen. Für mich als Bürgermeisterkandidatin ist das eine Frage der Teilhabe.