Ich setze weiter auf digitale Formate als Potenzial

Der erste digitale Stammtisch mit Äppelwoi im Bürgermeisterinwahlkampf war ein voller Erfolg.

Der erste digitale Stammtisch mit Äppelwoi aus der Oberurseler Manufaktur von Jürgen Ochs und einheimischem Apfelsaft mit Früchten von Orscheler Streuobstwiesen zeigte, wie groß das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Austausch auch in Zeiten von Corona ist. Bereits jetzt liegen Anmeldungen für eine Wiederholung vor.

Die Teilnehmenden schalteten sich über Zoom aus dem jeweiligen Wohnzimmer zu und stießen zum Auftakt mit dem Apfelwein gemeinsam an. Der Apfelwein war bewusst gewählt, da er als typisches  Kulturgut für Oberursels Identität, Naherholung und Nachhaltigkeit steht. Mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden, inhabergeführten Innenstadt-Geschäften und von Vereinen sowie mit Aktiven aus dem Bereich Social Media war bei der Premiere ein breites Spektrum zusammengekommen, um mit mir in dem ungewöhnlichen Format über Themen, die Oberursel gegenwärtig bewegen, zu diskutieren. Manche im Gespräch genannten Aspekte überraschten die Stammtischgäste, so beispielsweise die Herausforderung für den Business-Plan von Bekleidungsgeschäften, die ein Jahr im Voraus ihre Waren einkaufen. Denn Kleidung als Kommunikationsmittel verändert sich und wird in Zeiten von Corona  legerer. Im Friseurhandwerk dagegen fallen nicht nur Kunden durch das Verbot von Bartpflege weg, auch die Kommunikation mit dem  Kunden ist  schwieriger. Bei allen unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkten zu Einzelthemen, einte alle der Wunsch nach gesellschaftlichem Zusammenhalt und einem offenen Gedankenaustausch. Gerade während des Lockdown light wurde der Stammtisch als digitaler Ideenpool, aber auch als ein Mittel gegen die Einsamkeit in Corona-Zeiten,  geschätzt.

Die Pandemie und die daraus resultierenden Schwierigkeiten für die Wirtschaft, für die Kultur, für Vereine und auch für den einzelnen, andererseits aber auch die erlebte Solidarität und Kreativität in der Gesellschaft, zogen sich wie ein roter Faden durch den Meinungsaustausch. Vertiefend diskutiert wurden meine Ideen zur temporären Nutzung leerstehender Flächen zu Ausstellungs- und Verkaufszwecken für Künstler, die gerade in Corona-Zeiten durch die Hilfenetze fallen. Auch die Idee für einen Online-Marktplatz der Oberurseler Geschäfte wurde mit großer Begeisterung aufgenommen.  Beides könnten auch  Alternativen für den normalerweise im Rahmen des Weihnachtsmarktes stattfindenden Kunsthandwerkermarkt sein. Hilfreich für künftig geplante Vereinszusammenkünfte wären durch die Stadtverwaltung erstellte „Muster-Hygienekonzepte“.

Gezeigt hat sich, dass durch kreative Formate der Austausch mit den Bürgern auch in Pandemie-Zeiten weiter möglich ist und als wichtig erachtet wird. Gegenseitiger Austausch und das Zwischenmenschliche sind nicht nur gut für die Gesellschaft, sondern auch für die Produktivität, Kreativität und den persönlichen Ausgleich. Fest steht, dass auf Wunsch der Teilnehmer, weitere Stammtische, dann mit konkreten Themenschwerpunkten, folgen werden.

Nächste Termine: Am Freitag, 13. November, von 18 bis 19 Uhr geht es weiter unter „Klartext Runge – Fragen an die Bürgermeisterkandidatin“.  Zu der individuellen Sprechstunde können sich Bürger anmelden unter antjerunge21@nullgmail.com, gerne bereits unter Angabe eines Themas oder einer konkreten Fragestellung. Das Gespräch findet wunschgemäß entweder per Telefon oder digital per Zoom statt.

Der regelmäßige Informationsstand in der Oberurseler Fußgängerzone mit der AnsprechBAR fällt im November coronabedingt leider aus.