Die Volkshochschule braucht Unterstützung

Die Volkshochschule (VHS) Hochtaunus ist wichtig für die Bildungslandschaft in Oberursel und bietet unterschiedlichste Angebote für Bürger aus allen Bevölkerungsgruppen. Damit das breite Bildungsangebot erhalten bleibt, braucht die Volkshochschule Unterstützung. Im Frühjahr musste die VHS ihren Betrieb vorläufig vollständig schließen, derzeit hat sie aufgrund der aktuellen Auflagen mit erheblichen Einschränkungen, in den Teilnehmerzahlen als auch in der praktischen Durchführung von Angeboten, zu kämpfen. Viele Kurse fallen aus, so dass ein finanzieller Engpass entsteht. Als Bürgermeisterkandidatin begrüße ich die Initiative des Kreisausschusses des Hochtaunuskreises, den einwohnerbasierten Zuschuss für die Jahre 2020 und 2021 im Haushalt zu verdoppeln: „Für mich sind die vielfältigen VHS-Angebote ein wesentlicher Bildungsfaktor und zugleich ein Garant für die Schaffung von Bildungsgerechtigkeit und damit für gesellschaftliche Teilhabe, unabhängig von Herkunft und Alter. Einnahmeausfälle, Mehrkosten für Digitalisierung oder Lüftungsgeräte müssen ausgeglichen werden, damit die VHS nicht in ihrer Existenz bedroht ist.“

Für die Zukunft der Volkshochschule ist aus meiner Sicht vor allem der Standort wichtig. Auch wenn im Schulentwicklungsplan ein Schulcampus „Oberursel-Bleibiskopf“ inklusive der VHS geplant ist, sind weitere Räume der VHS für sie als Dependance in der Innenstadt notwendig: „Die Räumlichkeiten der VHS müssen gut erreichbar sein – „Bildungsangebote für alle“ gehören in die Mitte der Stadt. Das erleichtert den Zugang zu den Angeboten. Außerdem stärkt die VHS auch die Innenstadtbelebung, denn Kursteilnehmer nutzen ihren Aufenthalt für Einkäufe oder gastronomische Angebote. Ich schlage vor, in der Zukunftsplanung das Gelände der Feldbergschule einzubeziehen. Auch befürworte ich eine kostenfreie Nutzung von städtischen Räumen sowie von Schulen für Kurse zu Elternbildung, Erziehungsthemen und Berufsberatung. Durch gemeinsame Raumnutzungen mit städtischen Bildungseinrichtungen wie der Stadtbücherei können neue Treffpunkte als dritte Orte entstehen, die Bildungsangebote mit einer hohen Aufenthaltsqualität verbinden und Menschen nicht nur zur Kursteilnahme, sondern auch zum Austausch in einer ansprechenden Umgebung, einladen.“

Weiterhin schlage ich ein Bildungsnetzwerk, initiiert durch die Stadt Oberursel, vor, um die Kooperation mit Schulen, weiteren Kultur- und Bildungseinrichtungen, Betrieben, Institutionen, Vereinen und Initiativen zu stärken.
Meine ausführlichen Vorstellungen zur Arbeit der VHS habe ich in einem Antwortkatalog auf Anfrage der VHS an alle Oberurseler Bürgermeisterkandidaten formuliert – sie sind unter dem Thema „Bildung & Soziales“ VHS-Fragenkatalog zu finden.