Mit der SPD Oberursel möchte ich Pflegeberufe stärker in den Mittelpunkt rücken und Tagespflege aufbauen

Zum Jahreswechsel habe ich zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Oberursel Doris Mauczok zehn Einrichtungen der ambulanten und stationären Altenpflege in Oberursel besucht, um uns dort – selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Regeln – bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz zu bedanken.

„Bereits seit Jahren haben die meisten Pflegeeinrichtungen mit einem Mangel an Personal zu kämpfen.  Die Corona-Pandemie hat die Bedingungen noch einmal erschwert, denn der Pflegealltag wird von Corona dominiert. Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, dass laut Robert-Koch-Institut rund 5 Prozent der gemeldeten Infizierten aus dem medizinischen Bereich oder dem Bereich der Altenpflege kommen. Es war uns daher eine Herzensangelegenheit, hier auch einmal außerhalb von parlamentarischen Anträgen einfach DANKE zu sagen.“

Obwohl das Pflegepersonal jeden Tag ein großes Risiko für sich und die eigenen Familien eingeht, haben Doris Mauczok und ich bei unseren Gesprächen festgestellt, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihren Beruf sehr gerne ausüben, sich mit aller Kraft und Energie der Pflege widmen und überwiegend optimistisch nach vorn schauen. Zugleich wünschen sich alle, dass die gesellschaftliche Anerkennung für den Pflegebereich kein Strohfeuer ist, sondern über die Corona-Zeit hinaus anhält und sich auch dauerhaft in einer fairen Bezahlung niederschlägt.

In einigen Einrichtungen haben die Impfungen bereits begonnen, andere stehen trotz des hohen Organisationsaufwandes bereits in den Startlöchern und werden in den kommenden Tagen Impftermine anbieten können. Die Bereitschaft zu Impfung ist sowohl bei den Bewohnern als auch beim Pflegepersonal hoch. Auch bei der mobilen Pflege laufen die Vorbereitungen zur Impfung über den Hochtaunuskreis. So werden in Kürze auch Menschen außerhalb der stationären Pflege von den Impfungen profitieren können.

„Oberursel verfügt über ein gutes Netzwerk an vollstationären und ambulanten Einrichtungen, welches sowohl pflegebedürftigen Menschen als auch deren Angehörigen eine qualitativ hochwertige und vor allen Dingen eine fürsorgliche, den Menschen zugewandte Pflege ermöglicht.“, ist sich Doris Mauczok, von Beruf  Gerontologin, sicher. Stolz ist Mauczok, die im Pflegemanagement jetzt in der Ausbildung tätig ist, zugleich darauf, dass in der letzten Stadtverordnetenversammlung der durch die SPD initiierte Antrag zur „Einführung einer Tagespflegeeinrichtung für pflegebedürftige ältere Menschen“, mit großer Mehrheit auch über die Stimmen der Koalition hinaus beschlossen wurde. „Damit kann ein zusätzliches und längst notwendiges teilstationäres Angebot grundsätzlich auf den Weg gebracht werden.“, so Mauczok weiter.

Eine solche Einrichtung käme den Pflegebedürftigen entgegen, deren häusliche Pflege durch Angehörige nicht in ausreichendem Maße sichergestellt werden kann. Gleichzeitig entlastet eine solche Einrichtung die pflegenden Angehörigen zeitweilig, da die Pflege und Betreuung stundenweise außerhalb erfolgt, ohne das Prinzip der häuslichen Pflege aufzugeben.

„Wir werden uns auch zukünftig den Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft stellen müssen. Teilhabe an der Gesellschaft und ein menschenwürdiges Leben dürfen keine Frage des Alters oder des Geldbeutels sein. Mehr Pflegepersonal und eine angemessene Bezahlung sind perspektivisch unabdingbar. Das wäre ein deutliches Zeichen dafür, dass diese schwere physische und vor allem auch psychische Arbeit die gesellschaftliche Anerkennung erhält, die sie verdient.“