Oberursels Einzelhändler im Gespräch mit Antje Runge zu Online-Verkauf

Die Teilnehmer des Fachdialogs „Online-Marktplatz Oberursel“ sprechen sich für eine digitale Bestellplattform der Stadt Oberursel aus. 

Ich hatte zum Fachdialog „Ein Online-Marktplatz für Oberursel“ eingeladen und tauschte mich“ mit den lokalen Händlern zur Frage aus: „Wie kann ein Online-Shop die Geschäfte in Oberursel unterstützen, um zukunftsfähig zu sein?

Schnell war klar: Gegen Amazon & Co zu bestehen, bedeutet, auch digital präsent zu sein. Dabei handelt es sich um eine langfristige Strategie, anfangs reicht auch ein kleiner Warenbestand zum digitalen Schaufensterbummel aus. Viele Kunden entdecken heutzutage die Waren oder das Geschäft im Internet und kommen im zweiten Schritt persönlich vorbei. Nicht nur Bürger Oberursels, sondern aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet können so auf Oberursel als Einkaufsstadt aufmerksam werden. „Die Menschen werden sich gerade in Zeiten von Corona bewusst, wie wichtig es ist, dass wir in Oberursel die Möglichkeit haben, vor Ort einzukaufen und eine lebendige Geschäftswelt vorzufinden. Die Bereitschaft zur Unterstützung ist sehr groß. Und viele Händler haben sich mit eigenen Shops in den vergangenen Wochen, wie auch mit großer Kreativität und Innovationskraft, den neuen Gegebenheiten angepasst. Diesen Schritt in Richtung Digitalisierung müssen wir auch in bessere Zeiten mitnehmen, um den Handel durch die Mischung von Online-Offline zu stärken.“

Einig waren sich alle: Das städtische Internetportal „Heimvorteil“ ist als Marke bereits eingeführt und sollte dafür weiter ausgebaut werden. 300 Unternehmen aus Oberursel sind darauf präsent. Jürgen Castner (SELLERY Advertising Forces Network GmbH), Mitinitiator von Heimvorteil, sagt: „Unsere unschlagbaren Vorteile gegen die Internetriesen sind die hohe Qualität und gute Beratung, heimische Produkte „Made in Orschel“ sowie  Vertrauen und Kundenloyalität durch das persönliche Verhältnis.“ Adrian Gier (Ubernet GmbH) schlägt einen weiteren Nutzen für die Kunden vor, in dem zusätzliche Informationen, wie beispielsweise zu Corona, aktuell auf der Plattform eingebunden werden. Mit Blick auf Friedrichsdorf wurde der Wunsch nach einem zentralen Lieferservice formuliert. Herausfordernd ist für die Händler, neben dem Tagesgeschäft noch einen Online-Shop zu pflegen. Ich möchte diese Aufgabe als Bürgermeisterin angehen: „Die Beratung, wie sich der Online-und Offline-Verkauf am Effizientesten kombinieren lassen, sehe ich bei der Stadt Oberursel als Teil der Wirtschaftsförderung. Hier gibt es bereits jetzt umfassende Tipps, wie sich ein Online-Shop einrichten lässt.“

Beim Gespräch dabei waren: Jürgen Castner für das städtische Internetportal Heimvorteil (SELLERY Advertising Forces Network GmbH), Adrian Gier (Ubernet GmbH) zu einem Online-Shop-System in Corona-Zeiten und darüber hinaus, Vertreter des fokus O, Hans-Peter Neeb vom  Dt. Mittelstandsverband BVMW Hochtaunus sowie Oberurseler Einzelhändler und Gewerbetreibende.

Das Gespräch ist für alle Interessierten aufgezeichnet worden, um es sich noch im Nachhinein anzuschauen und um Transparenz im Wahlkampf herzustellen: https://youtu.be/PDmOqp5v7DM