Prävention und Sicherheit stärken

In den Oberurseler Foren wird immer wieder von übergriffigen Ereignissen, der damit verbundenen Tätersuche und Ängsten im öffentlichen Raum gepostet. Ein Thema, was auch Bestandteil des von mir moderierten Fachdialogs Prävention und Sicherheit war. Die aktuelle Debatte um #reclaimthesestreets zeigt, dass wir einen Perspektivwechsel brauchen. Ich setze mich ein für eine Stadt der Vielfalt, in der sich Menschen jeden Alters, Herkunft und Geschlecht gut und sicher fühlen können. Das erreichen wir nicht über Nacht, aber folgende Punkte sind wichtige Bausteine auf dem Weg dazu:

  • Ortsbegehungen in den Stadtteilen mit Ordnungsbehörden und der Polizei unter Einbeziehung der Ortsbeiräte sind die Basis, um neuralgische Punkte zu identifizieren.
  • Eine punktuelle Verbreiterung von Gehwegen und eine bessere Ausleuchtung hilft, diese Orte sicherer zu gestalten.
  • Schutzaspekte bei der Entwicklung und Restaurierung von Bauvorhaben, Straßenzügen oder Radwegen sind von vorneherein in die Stadt- und Nahverkehrsplanung einzubinden.
  • QR-Codes an Straßenlaternen und im ÖPNV können helfen, um schnell im Fall der Fälle passende und ortsgenaue Hilfe rufen zu können.
  • Ich möchte zudem das Bewusstsein füreinander stärken. Wir alle können und sollten aufeinander achtgeben und die Augen auch für die vermeintlich Schwächeren offen halten, mit Zivilcourage.

Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist zwar oft eine naheliegende, aber nicht meine präferierte Antwort in Sicherheitsfragen. Oberursel ist objektiv gesehen, weitgehend eine sichere Stadt, aber gerade das Thema Sicherheit hat viel mit subjektiven Empfindungen zu tun. Damit müssen wir uns auseinandersetzen und neuralgische Punkte sicherer machen.