Erste Wochen als Bürgermeisterkandidatin – 26.Juli 2020

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Bild: (c) Daniel Klantke

Mittlerweile sind schon wieder fast zwei Wochen vergangen, als ich Sie erstmalig mit „Meine Woche“ zu einem Blick hinter die Kulissen eingeladen habe. In dieser Zeit habe ich unglaublich viel Zuspruch zu meiner Kandidatur erfahren, von Menschen, die mich bereits kennen, aber vor allem auch von Menschen, die mich erst jetzt kennenlernen. Es sind vor allem diese Begegnungen und Gespräche, die entweder zufällig im Alltag oder aber bei organisierten Terminen stattfinden, die mir unheimlich viel an Impulsen geben. Zuhören, das Gespräch aktiv suchen, eine Meinung haben und diese auch kundtun – das bin ich. Genauso gehört aber auch zu mir, ein Thema von allen Seiten zu durchleuchten und dabei vermeintlich oder tatsächliche Minderheiten-Meinungen in die eigenen Überlegungen einfließen zu lassen. Das hat für mich einfach etwas mit Respekt zu tun. Und daher bin ich immer gern bereit, in den direkten Austausch mit Gewerbetreibenden, Bürgerinitiativen oder Vereinen zu gehen. Da ich voll berufstätig bin, geht das meist nur am Abend oder am Wochenende. Ich bin froh und dankbar, dass mir meine Familie dafür auch den Rücken freihält.

Umso kostbarer und wertvoller ist für mich daher die gemeinsame Zeit mit meinem Mann und meinen Kindern. In den zurückliegenden Tagen haben wir oft Stunden über Landkarten brütend oder googelnd verbracht, da es um aktuelle Urlaubsziele für uns ging. Mittlerweile sind wir fündig geworden, im August geht es für eine Woche in eine Ferienwohnung an die Nordseeküste. Schön zudem, dass ich endlich in Oberursel trotz Corona-Zeiten wieder ein Konzert in der Stadthalle besuchen konnte, die „Drei Tenöre“ verzauberten mit tollen Stimmen, Klassik live zur Entspannung. Gestern habe ich auf dem Rathausplatz die frisch eröffnete Außengastronomie genossen, die dank einer privaten Initiative unter Beteiligung von Vereinen und lokalen Gastronomen uns dort den Sommer versüßt.

Neben Familie, Beruf und Bürgermeisterkandidatur beschäftigte mich natürlich auch wieder die ehrenamtliche Arbeit. Am 6. September wird zum Abschluss des Oberurseler Sommers in der Adenauerallee wieder eine Friedensveranstaltung stattfinden, die Vorbereitungen durch ein breites Friedensbündnis laufen jetzt an. Wie im vorigen Jahr bin auch ich diesmal federführend dabei.

Und sonst? Die Ankündigung von Rolls Royce in Oberursel 250 Arbeitsplätze abzubauen, hat mich natürlich beschäftigt. Es geht darum, jetzt mit Augenmaß zu handeln und die Mehrzahl der Arbeitsplätze über die mehrjährige Phase der Konsolidierung zu erhalten. Wenn die Luftfahrtindustrie wieder anzieht, braucht das Unternehmen Fachkräfte für den Neustart. Die Zukunft liegt in innovativen und kraftstoffsparenden Antrieben und nur mit qualifiziertem Personal kann Rolls Royce diese Weiterentwicklung realisieren.

Planerischen Weitblick benötigen auch die städtischen Eigenbetriebe. Gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie Stadtverordneten habe ich mir zur Erweiterung der Kläranlage einen Eindruck vor Ort verschafft. Sie ist eines der großen Vorhaben der Stadt Oberursel in den nächsten Jahren, aber unbedingt notwendig: Die Leistungsfähigkeit muss eine zukünftige Entwicklung von Gewerbe und Wohnraum ermöglichen und zugleich den steigenden Umweltschutzanforderungen gerecht werden. Der zweite Bürgerdialog fand in Oberstedten zu den Plänen Bad Homburgs einer Landesgartenschau statt. Für mich waren die Gespräche mit den Bürgern sehr wichtig, um zu erfahren, wo die Bedenken genau liegen. Bislang war die Nachbarschaft der Tannenwaldallee von einer Weiterführung des Konzepts der Landgräflichen Gärten ausgegangen – die neuen Ideen für einen erweiterten Philllipsgarten wichen davon ab und waren Quelle für die Ablehnung. Vieles war noch unklar, wie beispielsweise die Verkehrsführung – für mich ein Hauptpunkt meiner Skepsis. Übrigens gehört auch der Dialog unseres Bürgermeisters Hans-Georg Brum mit der Nachbarkommune zu einem Miteinander anstatt Nebeneinander, weil er so interkommunal kritische Stimmen aus seiner Gemeinde kommunizieren kann. Der Dialog hat dazu beigetragen, dass Bad Homburg nun aufgrund der Bürgermeinung die Bewerbung zurückziehen wird. Für mich ein sehr gutes Beispiel, wie wichtig eine transparente Kommunikation einer Stadtverwaltung schon im Vorfeld ist. Aus der Diskussion mitgenommen habe ich auch den Bedarf an Freizeitkonzepten für alle Altersgruppen. Bereiche für Jugendliche sind notwendig, müssen aber am richtigen Ort mit ihrer Beteiligung angelegt werden.

Haben Sie Ideen, Impulse oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir gern oder sprechen Sie mich an.

Herzlichst Ihre
Antje Runge