Spielplätze, Mietpreisbremse und Deutsche Einheit – 06. Oktober 2020

Spielplätze, Radeln, Mietpreisbremsen und Deutsche Einheit - 06. Oktober 2020 Antje Runges Woche

So langsam wird es Herbst, es wird kühler und die Tage sind schon deutlich kürzer. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die ersten „Spielplatzgespräche“ unabhängig vom Wetter so gut besucht waren. Klar geworden ist bei den vielen Gesprächen mit Betreuer*innen, Tagesmüttern, Eltern und Großeltern, dass wir gerade beim Thema „Kinderbetreuung“ eine neue Politik, einen Aufbruch, einen nach vorn gerichteten Plan benötigen, der Eltern und die Träger der Betreuungseinrichtungen von Anfang an entsprechend einbezieht und Zuverlässigkeit mit sich bringt. Nur dann wird Oberursel eine familienfreundliche Stadt bleiben. Offenheit, Mitsprache und Einbindung sind wesentlich für mich. Deshalb setze ich die „Spielplatzgespräche“ in einer 2. Runde fort und bin mit meiner AnsprechBAR am 06.10. in Oberstedten und am 08.10. in Stierstadt, um  in allen Stadtteilen zuzuhören und ins Gespräch zu kommen.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Bürgern und Bürgerinnen, die mir in den zurückliegenden Wochen geschrieben oder mich in der Stadt direkt angesprochen haben, die mit mir geradelt sind oder mich bei verschiedenen Veranstaltungen getroffen haben. In vielen, vielen Gesprächen habe ich sehr viele neue Impulse aufnehmen und meine Ideen vorstellen können. Das gibt Kraft und macht Mut für den weiteren Wahlkampf, den ich auch weiterhin fair gestalten werde. Es hat mich gefreut, dass das Ergebnis aus den Gastronomiebesuchen im August zur dringenden Notwendigkeit einer Konzeptentwicklung für die Außengastronomie im Winter nun auch durch die Politik in die Verwaltung gebracht wird. Die SPD/CDU-Koalition hat einen Antrag initiiert, der letztendlich zu einem parteiübergreifenden, interfraktionellen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung geführt hat und Partyzelte bzw. Heizpilze zulässt. So verstehe ich Politik: eigene Ideen entwickeln, neue Impulse durch Bürgerbeteiligung sowie aus der Wirtschaft oder von Vereinen aufnehmen, Mitstreiter gewinnen, im Parlament überzeugen und Mehrheiten suchen. Kurzum: MIT MIR REGIERT DAS WIR. Aber das wissen Sie ja bereits.

Gegenwärtig bin ich gerade dabei, hier auf meiner Website mein Programm für Sie deutlich konkreter aufzubereiten und innerhalb der einzelnen Themen damit gewissermaßen besser auf den „Oberurseler Punkt“ zu kommen. Ich binde dafür die vielen persönlichen Begegnungen, die Gespräche mit den Menschen aus Oberursel, selbstverständlich ein, so dass es sich um ein wachsendes Programm handelt. Die Einarbeitung wird in den nächsten Wochen erfolgen, wobei ich bei der Zeit um Verständnis bitte. Im Grunde könnte der Tag mehr als 24 Stunden und die Woche mehr als 7 Tage haben, zumindest wenn man voll berufstätig und gesellschaftlich aktiv ist. Das wird vielen von Ihnen vermutlich genauso gehen. Aber mein Team und ich sind auch jetzt bei der Überarbeitung der Website auf einem guten Weg und werden alles unter den sprichwörtlichen Hut bringen. Sie haben schließlich ein Anrecht auf detaillierte Informationen, denn ich möchte mit meinen Ideen, mit meinen Vorstellungen für Oberursel und als Person überzeugen, nicht durch bundes- oder landesweit geltende Parteiprogramme. Ich selbst präferiere Netzwerke, wo immer das möglich ist. Für alle, die sich in Oberursel in irgendeiner Form kulturell engagieren, hatte ich den vergangenen beiden Jahren schon zu Netzwerktreffen eingeladen, vielleicht ist so etwas in Zukunft auch für den Sport sinnvoll, das wird sich zeigen. Bei der Veranstaltung „Macondo Talk“ sind viele Ideen für ein kreatives Oberursel entstanden.

Schade finde ich, dass – zumindest bis zu diesem Zeitpunkt – öffentlich noch kein städtisches Konzept für einen Weihnachtsmarkt in Oberursel vorgestellt wurde. Ich hoffe sehr, dass dies in den nächsten Tagen der Fall sein wird, damit sich Gewerbetreibende und Vereine entsprechend darauf einstellen können. Auch hoffe ich, dass die Stadt bald eine Lösung für den Flohmarkt findet, denn der Altstadt Höfle-Flohmarkt hat gezeigt, dass ein tragfähiges Konzept möglich ist. Sehr gut fand ich diesbezüglich die Vorschläge der Gastronomen und Tanzschule am Bahnhof bei meinem Vororttermin, den Bahnhofsvorplatz mit einem Rundlauf dafür zu nutzen. Am Sonntag war ich in Frankfurt auf einem Flohmarkt am Danziger Platz, der genau das umgesetzt hat.

Wirklich fassungslos hat mich gemacht, dass Oberursel aus der Mietpreisbremse gefallen ist. Hier hoffe ich, dass der Magistrat wie schon einmal vereint und mit Vehemenz dagegen ankämpft und mit einer Stellungnahme deutlich Position beim Land bezieht.

Wenig Zeit blieb in den zurückliegenden Wochen für rein Privates. Dafür waren die Begegnungen mit Freunden umso intensiver und schöner und auch die Radtouren rund um Oberursel habe ich sehr genossen. Bei den von mir angebotenen Radtouren sind mehr als 100 Personen mitgefahren, was mich sehr für weitere inhaltsbezogene Angebote zu Oberurseler Themen als Gemeinschaftserlebnis motiviert.

Sehr beeindruckt hat mich die Buchvorstellung „Wie Erinnerung Geschichte schreibt“  von Behjat Mehdizadeh im Rahmen des Salon Windrose. An dem Abend hat sich wieder gezeigt, dass Migration vor allem die Geschichte von Menschen ist, die uns alle verbinden kann. Ich war glücklich über die Möglichkeit der Moderation und das gemeinsame Gespräch.

Und ich habe im Fernsehen die eine oder andere Sendung zu „30 Jahre Deutsche Einheit“ geschaut. Da ist mir wieder so richtig klar geworden, wie wichtig es ist, nicht nur in „schwarz-weiß“-Kategorien zu denken, sondern einander zuzuhören, sich mit Respekt und auf Augenhöhe zu begegnen, auch oder im Grunde gerade dann, wenn die Lebensentwürfe und die Lebenslinien andere sind. Und soziale Gerechtigkeit, die Anerkennung von Leistungen sind keine Fragen von Ost oder West, sondern längst gesamtdeutsche Fragen. Trotz aller Probleme können wir aber durchaus stolz auf die deutsche Einheit sein, die für mich auch meine erweiterte Familie in Ost und West zusammengeführt hat.

Haben Sie Ideen, Impulse oder Anregungen zu Themen, die Sie und Oberursel bewegen? Dann schreiben Sie mir gern, laden mich ein oder sprechen mich bei einem der nächsten öffentlichen Termine gern auch an. Gern bei den beiden „Spielplatzgesprächen“ in Oberstedten und Stierstadt oder am 10. Oktober von 10 – 12 Uhr in der Innenstadt am Sporthaus Taunus mit einem Kaffee an meiner AnsprechBAR. Ich freue mich auf Ihr Kommen.

Herzlichst Ihre
Antje Runge