Von Stadtradeln, Online Talk bis Cuba – 03. September 2020

Von Stadtradeln über Online Talk bis nach Cuba

Klingt ein wenig  wie eine (virtuelle) Weltreise, aber das war es natürlich nicht. Am zurückliegenden Wochenende habe ich vielmehr gemeinsam mit meiner Familie, von den Kindern bis zur Großmutter, Kulturveranstaltungen in Oberursel besucht und dabei sowohl die letzte Veranstaltung des Orscheler Sommers auf dem Schulhof der Grundschule erlebt als auch Cubanische Rhythmen im Biergarten am Urselbach genossen. Mittlerweile werde ich auch immer häufiger angesprochen in der Öffentlichkeit oder auch per Mail: auf meine Kandidatur, auf meine Vorhaben und Pläne oder auf das, was ich anders machen würde. Und das zeigt mir, dass es richtig ist, ansprechbar zu sein, Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubeziehen oder Impulse aufzugreifen, nicht nur zu Wahlkampfzeiten.

Das hat auch die Diskussion am vergangenen Freitag bei Facebook im Oberurseler Forum mit mittlerweile  über 2.000 Klicks gezeigt. Zugegeben, war ich vorher durchaus ein bisschen aufgeregt, aber die Aufregung legte sich schon kurz nach Beginn und die zwei Stunden vergingen wie im Fluge. Wer keine Zeit hatte, dabei zu sein und sich das Interview oder einzelne Sequenzen ganz in Ruhe anschauen möchte, der wird fündig bei Facebook unter Antje Runge 2021 oder auch unter https://www.orschel2day.de/buergmeisterwahl-interviews/

Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn wir auf Basis des Interviews noch stärker in den Kontakt kommen und die Diskussion fortführen. Ich bin ohnehin viel unterwegs und komme darüber hinaus auch gern direkt zu Ihnen, ins Unternehmen, in den Handwerksbetrieb, in den Verein, auf den Spielplatz oder in Ihre Straße oder Hausgemeinschaft. Melden Sie sich einfach, wir finden einen Weg, um zusammenzukommen. So habe ich vorige Woche auch junge Aktivisten von Fridays for Future und einen Taxiunternehmer getroffen, die augenscheinlich unterschiedliche Erwartungen an die Politik haben. Nicht alle Erwartungen oder Wünsche werden sich erfüllen, aber der Meinungsaustausch auf Augenhöhe, gegenseitiger Respekt und die Akzeptanz anderer Meinungen, zudem Ehrlichkeit, Authentizität, der Wille gemeinsam nach Lösungen zu suchen, sich auch selbst zu hinterfragen und vor allem Transparenz bei Entscheidungen sind das, wofür ich stehe. Und das gemeinsame Nachdenken hat bisher bei allen Gesprächen zu neuen Ideen und Lösungen geführt.  Oft höre ich „typisch weiblich“, aber ist das in der Tat so? Für mich ist es einfach mein Politikstil, den ich gern ins Rathaus tragen möchte.

Seit Sonntag wird in Oberursel übrigens noch kräftiger geradelt als sonst, denn das Stadtradeln hat offiziell begonnen. Nachdem ich vor wenigen Tagen gemeinsam mit zwei weiteren Orschelern meine Autoschlüssel abgegeben und mich damit zugleich verpflichtet habe, drei Wochen lang in kein Auto zu steigen, schaue ich jeden Morgen mehr oder weniger gespannt auf die aktuelle Wetterlage. Die ersten Tage der Woche waren nicht wirklich schön, aber durchaus fahrradtauglich. Also ging es für mich auf dem Rad nach Frankfurt zur Arbeit und abends auch wieder zurück. Obwohl ich den Weg auch früher schon hin und wieder gefahren bin, ist mir diesmal so richtig bewusst geworden, dass wir zwar eine Reihe ganz gut ausgebauter Radwege haben, sichere Verbindungen an Kreuzungen, gerade im Berufsverkehr aber nicht immer gegeben sind. Um allen Verkehrsteilnehmern, also Radfahrern, Fußgängern, Autofahrern und dem ÖPNV ein bisschen Stress zu nehmen, sollten wir uns perspektivisch anschauen, welche Kreuzungen für alle Beteiligten sicherer gemacht werden können, ohne den Verkehrsfluss zu hemmen. Die Kreuzung beim Fritten-Toni mit der Abbiegespur nach Bommersheim und zum Radweg nach Frankfurt gehört für mich auf jeden Fall dazu. Hier würde eine Linksabbiegespur für Radfahrer mit Piktogrammen sehr helfen.

Ein Video würde diese Gedanken wahrscheinlich besser visualisieren. Mein Unterstützer-Team weist mich immer wieder darauf hin, dass es jetzt endlich Zeit für die ersten Video-Drehs sei, um meine Vorstellungen zur künftigen Entwicklung Oberursels auch darüber bekannter zu machen. Das stimmt natürlich, aber offen gestanden, geht der direkte Dialog für mich einfach vor und in der raren Freizeit sind auch mal Nichtstun, Freundetreffen oder eine gute Lektüre angesagt. Nichtsdestotrotz arbeiten wir selbstverständlich daran und ich werde Sie in absehbarer auch per Video auf Ihren Laptop oder Smartphone besuchen. 😊 Zudem werde ich das Format „Antje Runge ansprechBAR“ um ein regelmäßiges Online-Angebot unter dem Titel „Klartext Runge“ ausbauen. Ich bin schon jetzt gespannt, wie es laufen wird, bitte aber noch ein bisschen um Geduld, bis ich die ersten konkreten Termine dazu ankündigen kann.

Wie immer zu guter Letzt noch ein Blick in die Rubrik „Was sonst noch passierte“, also Dinge, die mich über Oberursel hinaus sonst noch bewegten. Mit deutlicher Abscheu habe ich am Wochenende gesehen, wie sich offensichtlich Rechtsradikale anschickten, den Reichstag in Berlin „zu stürmen“. Die Bilder und die damit verbundene Symbolik, die von den Flaggen des Kaiserreiches auf den Stufen des Reichstages ausgingen, waren keine guten. Hier gilt es vereint Einhalt zu gebieten, über jegliche Parteigrenzen hinweg. In Oberursel tun wir das auch gerade, denn aktuell wurde der Rasen in der Adenauerallee in eine „Friedensmeile“ umgewandelt, wo Botschaften rund um den Weltfriedenstag am 1. September von einer gemeinsamen Grundhaltung zeugen. Gerne möchte das Friedensbündnis Oberursel über das Stadtparlament dem „ICAN-Städteappell“  zur Abschaffung von Atomwaffen beitreten.

Haben Sie Ideen, Impulse oder Anregungen zu Themen, die Sie und Oberursel bewegen? Dann schreiben Sie mir gern oder sprechen Sie mich bei einem der nächsten öffentlichen Termine g an. Am kommenden Samstag (05.09.) finden Sie mich als Organisatorin des Altstadt-Flohmarktes von 10 bis 16 Uhr selbstverständlich auch mittendrin. Ich freue mich darauf!

Herzlichst Ihre
Antje Runge